Telebildsender TS 975 (1960)  
         
  Wie es der Name ausdrückt, übertragen Telebildgeräte auch Dokumente, deren Bildpunkte Grauwerte oder Farbwerte enthalten, d.h. schwarz- weiße oder farbige Bilder.
Der tragbare Telebildsender TS 975 war für Bildreporter vorgesehen, die aktuelle Schwarz-Weiß-Bilder von einem entfernten Ort, z.B. einem Sportereignis, schnell an ihre Redaktion übertragen wollten. Der erste Einsatz dieser Geräte war bei den Olympischen Spielen 1960 in Rom.
   
 
 
Die Abtastung des auf eine Trommel gespannten Bildes (max. 13 x 18 cm) erfolgt auch hier
nach dem lichtelektrischen Prinzip mit einer Abtastlampe und einem Foto-multiplier, der das
reflektierte Licht in ein elektrisches Signal umwandelt. Abtastlampe und Fotomultiplier sind in
einem Abtastkopf zusammengefasst, der mit einer Vorschubeinrichtung an der rotierenden
Trommel entlang bewegt wird. Das übertragene Bild wird in der Redaktion in einem Telebild-
empfänger wieder auf Fotopapier aufgezeichnet. Zur Übertragung wurden Bildleitungen öffent-

licher Bildtelegrafenstellen bzw. die Bildleitungen der Presseagenturen verwendet.

Telebildgeräte wurden nicht nur im Pressebereich zur Übertragung aktueller Bilder eingesetzt,
sondern auch vielfach von Polizeidienststellen zur Übertragung von Fahndungsfotos und Finger-
abdrücken.
Nachdem die ersten Wettersatelliten zur Verfügung standen, wurden die Telebildempfänger
auch zur Aufzeichnung von Satellitenfotos verwendet.
 
 
 
 
     
 
         Diese drei Bilder der Mondlandung (Apollo 11) wurden 1969 zu
       Testzwecken von den USA zur Firma Hell in Kiel in die Versuchs-
       werkstatt gesendet. Ein Mitarbeiter erinnerte sich dieser Tage an
              diese Originale und überläßt diese dem Hell- Verein zur
                     Aufbewahrung und Darstellung anläßlich
                                       zukünftiger Ausstellungen.